Wer kennt ihn nicht, den kleinen Zweifel, der uns lähmt das zu machen wozu wir Lust haben. Gerade in den kreativen Disziplinen sind wir sensibel und oft sitzt irgendwo Kritik aus alten Zeiten, die uns hemmt.
„Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron *) ist ein guter Begleiter und ein echter Klassiker für alle, die das Thema mehr oder weniger berührt.
Der richtige Zeitpunkt für den eigenen Weg des Künstlers
Im letzten Jahrtausend gekauft, war mir das Buch beim ersten Lesen fremd. Als ich es vor einigen Jahren aussortieren wollte, war es genau der passende Zeitpunkt, um es richtig zu lesen.
Jetzt – wieder Jahre später – lese ich es unter einem neuen Blickwinkel. Denn immer mehr begegnet mir die Notwendigkeit von kreativem Spiel in vermeintlich ernsteren Bereichen.
Auch in der Wirtschaft und im Alltag wird es immer wichtiger, Lösungen zu finden, die nicht nach einem Standard Schema funktionieren. Auch Ideen und Begeisterung für das was man tut, haben einen großen Stellenwert bekommen.
Das 12 Wochen Programm fördert den Kontakt zur Kreativität
Das Buch lohnt sich zu lesen, auch wenn der Titel möglicherweis nicht sofort anspricht. Der Untertitel „Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität“ trifft es für mich besser. Denn es geht um Kreativität im Kleinen wie im Großen. Eher um eine Lebenseinstellung als darum, Berufskünstler zu werden, was als Nebeneffekt nicht ausgeschlossen wird.
Doch zunächst gibt es Übungen und Rituale, die eigene Kreativität von dem Gerümpel an schlechten Erfahrungen, Glaubenssätzen etc. zu befreien und herauszufinden was uns Spaß macht.
Das Buch ist als Programm über 12 Wochen aufgebaut und es empfiehlt sich es erst einmal durchzulesen und anschließend durchzuarbeiten.
Vermutlich klingt nicht jede Übung für jeden Leser gleichermaßen verlockend. Aber wie es sich für einen echten (Lebens)Künstler gehört: man muss nicht alles tun was andere sagen.
Ausprobieren lohnt sich dennoch und außerhalb der eigenen Komfortzone weitet sich der Horizont.
Das Ritual der Morgenseiten
Das tägliche „Morgenseitenschreiben“ klang mir zunächst nach einer etwas dubiosen Aktivität als hätte man nichts Besseres zu tun. In meiner zweiten Lesephase sprang der Funke über und es ist nun ein Ritual am Morgen, egal wie früh ich aufstehe, es gibt zum Nachtisch meines Frühstücks die Morgenseiten.
Bei dem Text darf man offen sein für die Vorschläge und teils spirituellen Formulierungen, am besten ausprobieren und weitergehen. Von der Autorin gibt es weitere Bücher zu ähnlichen Themen. Das Programm kann man auch gut in selbst organisierten Gruppen durcharbeiten oder zu zweit, beispielsweise mit einem CoCoach, was ich sehr empfehlen kann.
Wer nicht so tief einsteigen will mit einem umfassenden Buch und einem 12 Wochen Programm, kann auch sofort und kleiner anfangen. Beispielsweise mit Affirmationen für die Kreativität.
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Eva Peters
Ich bin Eva Peters, freie Künstlerin, Kreative und Autorin des Kartensets Sommermalzeit. Und ich möchte Dich mit artilda in Deiner Kreativität und in Deinen Gestaltungsmöglichkeiten ermuntern.
Ich mag dieses Buch sehr und nehme es auch immer wieder gerne zur Hand.
Leider hab ich es noch nicht geschafft, auf lange Zeit an den Morgenseiten dranzubleiben.
Vielleicht hab ich ja jetzt im Sommer wieder eine Chance dazu.
Danke für Deinen Kommentar, Beatrice. Mit einer Freundin habe ich diskutiert wie groß die Seiten sein „müssen“, wir haben uns geeinigt, dass durchaus A5 erlaubt ist. Viel Spaß beim Schreiben!
Bitte Link für das Buch einstellen – dann kann jede(r) direkt dorthin kommen.
Danke, Ursula
Danke für den Hinweis, Ursula. Ist drin, direkt zum Verlag …
Hallo Eva, ich hab das Buch vor langer Zeit durchgemacht – und die Morgenseiten schreibe ich noch immer.
Jetzt aber nicht mehr so regelmäßig. Ich nehm schon A4 Format. Ganz toll fand ich die Übung „eine Woche lang nichts zu lesen“. Das ist gar nicht so einfach. Heute hab ich meinen kleinen Künstler an der Hand genommen und wir waren gemeinsam in Wien zum Stöbern in Geschäften. :-)
Hallo Herfriede,
die nicht Lesen Übung habe ich nicht gemacht. Also wirklich konsequent nichts lesen, inkl. e-mails, Internet … ist nicht vorstellbar für mich. Schönes Bild zusammen mit dem kleinen Künstler in Wien zu stöbern!
Viele Grüße an Euch beide
Eva
Hallo Eva,
habe mir gerade das Buch gekauft, ich bin gespannt.
Grüße
Julia
Dann viel Spaß damit, Julia. Du kannst ja mal berichten wie es läuft, wenn Du magst.
Viele Grüße
Eva
Mit dem „nichts Lesen – das war schon heavy – aber ich hab es geschaftt
weisst Du, was ich gemacht habe als ich nichts lesen durfte?
Ich habe Schuhkartons mit Geschenkpapier überzogen!
gute Idee, Herfriede! Werde ich mir merken für den Ernstfall!
Liebe Eva,
danke für den tipp, diesmal setze ich´s um, habe das Buch bestellt! Hinweise hatte ich schon vorher… smile
lieben Gruß dir
Mariama
Liebe Mariama,
danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich, dass Du es Dir nun vorgenommen hast und vor allem, Dich das Buch auf weiter bringt.
herzliche Grüße
Eva
Liebe Eva, ich bin auch absoluter Fan von diesem Buch!!! Habe es vor 18 Jahren zum ersten Mal durchgearbeitet und danach noch zwei weitere Male. Viele der Übungen sind in mein tägliches Leben eingeflossen. Ich empfehle es auch jedem, der sich für kreatives Schaffen und fürs Schreiben interessiert.
Liebe Julia
vielen Dank für Deinen Kommentar. Das ist ja eine lange Zusammenarbeit unter Euch Julias!
Spannend zu sehen wie viele Leute das Buch schon so lange kennen.
Viele Grüße
Eva
Schreibe jetzt seit Ende Januar wieder die Morgenseiten. Ist teilweise fürchterliches Geschwafel. Aber ich bleibe dran.
Liebe Beatrice,
ich glaube, dann ist es genau richtig ;) So wandert das Geschwafel vom Kopf aufs Papier und macht Platz für wichtigeres!
Viele Grüße
Eva