Es gibt sooo viele verschiedene Farben zu kaufen. Sie strahlen uns im Regal beim Künstlerbedarf an und sehen lecker aus.

    Aber: Farben mischen lohnt sich. Es macht richtig viel Spaß, Farben selber abzumischen und zu kombinieren. Und das Farbenmischen bietet noch mehr.

    Also: Die Farbe einfach raus aus der Flasche und rauf aufs Bild, das muss nicht sein.

    Und wie mir vor vielen Jahren eine renommierte Künstlerin zuraunte: Daran erkennt man Anfängerbilder.

    Na denn …

    Experimentieren mit Farbemnischen

    Farben abmischen geht mit Acrylfarbe, Ölfarbe aber auch mit Aquarellfarben. Und sogar mit Buntstiften!

    Gebe einfach 2-3 Farben auf eine Palette (oder eine andere nicht saugende Unterlage). Mische sie dann in unterschiedlichen Anteilen und beobachte, wie sie sich entwickeln.

    Dabei zum einen die Farbe auf der Palette betrachten, aber natürlich auch auf dem Maluntergrund. Meist verändern sich die Farben auch nach dem Trocknen noch.

    Außerdem kannst Du durch Verdünnen die Farben aufhellen. Bei Aquarell machen wir das im Prinzip immer und es geht natürlich besonders gut. Aber auch bei Acrylfarben kann man Wasser hinzufügen. Durch viel Wasser verändert sich aber auch die Konsistenz der Acrylfarbe und das Malen wird ganz anders.

    Die Wirkung von Farbmischungen in Bildern

    Bei Bildern entstehen mehr Harmonie und Tiefe, wenn wir unterschiedliche Abstufungen der gleichen Farbkombination nutzen. Beobachte das in der Malerei, wenn Du Bilder von anderen Künstlern betrachtest.

    Auch bei Schatten können wir auf solche Farbabstufungen setzen. Denn: Schatten sind meistens nicht einfach schwarz.

    Wenn Du mit einer abgemischten Farbe malst, setze dann Farbkontraste dagegen. So kommt man beim Malen auch mit ganz wenigen Farben aus und die Bilder wirken stimmig.

    Farbkreis – So beginnst Du mit dem Mischen von Grundfarben

    Wenn Du noch keine Erfahrungen mit dem Farbenmischen hast, dann starte mit den Grundfarben Gelb, Blau und Rot. Und orientiere Dich an dem Farbreis nach Itten. Auch bei den Grundfarben kannst Du die Anteile variieren und damit eine breite Farbpalette zaubern.

    Wenn Du beispielsweise eine Wiese malen willst, wirkt sie viel stimmiger, wenn die Du Blau und Gelb mischst und die Anteile variierst als wenn Du Dir 10 verschiedene Grüntöne kaufst und damit eine Wiese malst.

    Bei der Blau-Gelb-Mischung darf natürlich auch mal eine Prise Rot hinzu oder ein Spritzer Weiß.

    Auch wenn Du Herbstbilder malen willst, kannst Du mit Farbmischungen das Herbstlaub und die Kontraste wunderbar einfangen.

    Probiere es einfach aus!

    Doch welche Farben soll man mischen?

    Nachdem Du erste Erfahrungen mit dem Farbkreis gemacht hast – also nicht nur anschauen – kannst Du weiter experimentieren.

    Beoachte, weleche Farben Dir begegnen und Dich ansprechen. Das können Farben auf Stoffmustern, Kleidung oder Design sein. Oder Bilder, die Du bei Instagram siehst.

    Mach davon ein Foto und versuche, die Farben nachzumischen.

    Vielleicht entstehen dabei auch ganz andere Farben als bei der Farbvorlage. Das macht nichts und ist ein schönes Experiment.

    Solche Farbexperimente sind gute Ausgangspunkte, um ein Gefühl fürs Farbenmischen zu bekommen. Und mit der Zeit hast Du ein Händchen und ein Auge dafür. Es ist ein bisschen wie beim Kochen …

    Von Deiner Lieblingsfarbe ausgehen

    Eine andere Möglichkeit ist, von einer Farbe auszugehen, die Du total gerne verwendest. So wie ich das Phthaloblau.

    Wähle dazu 2 andere Farbe, um es abzumischen.

    Es kann allerdings sein, dass sich Deine Lieblingsfarbe nicht so gut zum Mischen eignet und Du sie lieber pur verwenden willst. Dann mische eine Farbe, die einen interessanten Kontrast zu Deiner Liebingsfarbe bildet. Auch hier kannst Du wieder so vorgehen, dass Du in der Welt nach bestehenden Farben schaust und sie nachstellst.

    Also, wenn Du unterwegs bist, habe am besten immer Deine Lieblingsfarbe auf dem Smartphone dabei.

    Wieviele Farben soll man mischen?

    Weniger ist mehr.

    Wenn wir viele Farbe mischen, dann wird es, na, sagen wir mal schlammfarben. Auch das ist eine schöne Sache. Aber vielleicht nicht ganz das, was Du vorhast. Nimm also lieber nur 2-3 Farben. Und zum Abdunkeln noch eine weitere Farbe dazu, aber nur in kleien Dosen. Aber auch das kannst Du einfach ausprobieren!

    Und wer weiß, welche spannenden Erkenntisse Du machen wirst mit den Farben. Farbenmischen ist eine Kunst für sich und es hat auch etwas Meditatives.

    Wenn Schwarz ins Spiel kommt

    Beim Farbenmischen bitte sorgsam mit Schwarz umgehen. Schwarz stumpft leicht jede Farbe ab. Es sei denn, das ist genau Dein Ziel. Dann setze bewusst auf Schwarz.

    Nutze ansonsten eine andere dunkle Farbe. Ich verwende gerne Indigo oder Umbra gebrannt, um meine gemischten Farben abzudunkeln.

    Viel Spaß beim Mischen und beim Ausprobieren!

    Weitere Kreativanregungen findest Du im Sommermalzeit Kartenset.