Ich bin dabei, beim Sketchbookproject. Eine großartige Idee, denn jeder kann mitmachen.

Gegen einen kleinen Beitrag kann man sich anmelden und dann kommt Post aus New York. Ein Skizzenheft, etwa im A5 Format. Ich registriere mein Heft auf der Webseite vom Sketchbookproject und muss das fertige Skizzenbuch bis zu einem festen Termin zurück schicken. So kommt es in die größte Bibliothek mit über 40.000 Skizzenbüchern.

Wir haben etwa 3 Monate Zeit, unser Heft zu füllen. Ich lasse mir Zeit. Die Deadline Postmark April 30th brauche ich auch, denn ich neige dazu, viel zu viele Projekte zu starten. Also stehe ich am 30.4. in der Hamburger Postfiliale, um auf den letzten Drücker mein fertiges Heft loszuschicken.

Wer jetzt nicht dabei ist, kann bei dem nächsten Projekt einsteigen. Es ist also nie zu spät!

Künstlerische Freiheit beim Sketchbookproject

Es gibt verschiedene Anregungen, die wir als Basis nehmen können, aber nicht müssen. Es ist so ziemlich alles erlaubt, nur die Maße müssen eingehalten werden. Auch auf schmieriges oder klebriges Material sollte verzichtet werden, also keine Wachsmalstifte, Kohle oder ähnliches. Denn die Bücher sind zu besichtigen, in besagter Library, in Brooklyn. Mal sehen, wann ich mir das vor Ort ansehen werde …

Mein eigenes Thema entwickelt sich mit der Zeit. Ich beginne das Heft nicht vorne, sondern lasse zunächst ein paar Seiten leer. Ich widme mich Dingen, die ich zuhause habe. Unspektakuläre Motive und Kleinkram aller Art. Das wird mein roter Faden durch das Heft. Ganz im Sinne der Sommermalzeit Ideenkarten. Ich überlege sogar ganz kurz, eine der Karten mit in das Heft zu geben.

Ich skizziere dabei sehr einfach mit meinem Safari Pen. Zwischendrin zeichne ich auch mit Bleistift, aber das gefällt mir nicht auf dem sehr weißen Papier. Denn Bleistift und Buntstift hinterlassen auch Druckspuren.

Das eigene Skizzenbuch weggeben?

Mich reizt auch die Erfahrung, ein Skizzenbuch von mir wegzugeben. Denn ich zeichne in diesem Fall nicht still nur für mich und für meine Skizzenbuchsammlung. Ich weiß von Beginn an, dass ich mich von den Zeichnungen und dem Heft als Ganzes trennen werde. Auch das ist für mich eine neue und gute Erfahrung. Einige Zeichnungen aus dem Heft fotografiere ich und verabschiede mich von dem Heft, als es auf die Reise geht.

Vernetzung weltweit

Das Projekt lässt sich auch in den sozialen Medien verfolgen. So sehe ich, wer aus meinem Netzwerk noch mitmacht. Und Ende April sehe ich vermehrt Leute, die ebenfalls spät dran sind und knüpfe weltweit Kontakte. Wir finden uns unter dem Hashtag #SBP2018

Die Initiative startet immer wieder neue Projekte. Sie sind auf der Webseite vom Sketchbookproject unter  „Challenges“ zu finden. Hier geht es zum nächsten Projekt der Inititative.

Das Projekt zeigt auch die Möglichkeiten, die das Kreativsein mit sich bringt und eine weltweite Vielfalt. „Ist das Kunst?“ ist nicht die Frage. Es ist mehr die Idee, sich auszuprobieren. Und Teil von etwas Großem zu sein, mit vielen individuellen Geistern, die ihre eigene Art haben, ihr Heftchen zu füllen.

Wir sehen uns in Brooklyn!
Oder auch in der virtuellen #brooklynartlibrary

Ein herzliches Dankeschön an Antje, für die Überraschung. Schön, dass wir dieses Projekt zusammen gemacht haben!